
Mumm Séis
Mumm Séis (Original: D’Mumm Sěs oder De Gêscht) gehört zweifelsohne zu den bekanntesten Luxemburger Operetten. Benannt nach der Hauptfigur, einer leichtgläubigen Waschfrau, wurde das Lustspiel 1855 von Edmond de la Fontaine (Dicks) geschrieben und auch vertont. Zum 200. Geburtstag des Luxemburger ‚Nationalschriftstellers‘ wurde die Operette im Jahr 2023 von Samuel Hamen adaptiert, in einem neuen Arrangement und mit neuer Musik von Ivan Boumans. Auf den Kopf gestellt und doch mit Wiedererkennungseffekt wurde De Geescht oder D’Mumm Séiss unter der Regie von Jacques Schiltz von Théâtres de la Ville de Luxembourg produziert.
MuGi.lu organisierte als Teil des Rahmenprogramms (Samedis aux Théâtres) eine Veranstaltung mit dem Titel „Wien huet d’Box un an der lëtzebuergescher Operett?“ (Wer hat die Hose an in der luxemburgischen Operette?), die einen musikalischen Rollentausch vorschlug. In der Tat waren in den ersten Aufführungen von Dicks Operetten durch den Turnverein Gym auch die Frauenrollen von Männern gesungen und dargestellt worden. Umgekehrt konnten Frauen im 19. Jahrhundert in Opern und Operetten auch sogenannte „Hosenrollen“ übernehmen, auch wenn das für diese Zeit in Luxemburg nicht belegt ist. Diese beiden Praxen wurden hier nachgestellt, um zu erkunden welchen Effekt ein Rollentausch auf die als weiblich oder männlich gelesene Figur hat (siehe Programm).
Die Lieder finden Sie in der Galerie „Experiment“; erklärende Interviews mit den Teilnehmer:innen in der Galerie „Interviews“. In ihrem Vortrag beleuchtete die Literaturwissenschaftlerin und Historikerin Germaine Goetzinger die Geschlechterrollen in Dicks Operetten. Diesen Text, auf Deutsch verschriftlicht, finden Sie unten zum Nachlesen.
Programm „Wien huet t d’Box un an der lëtzebuergescher Operett?“ (9.12.2023)
Germaine Goetzinger, Zum Geschlechterverhältnis in den Operetten von Dicks (2026)
Auswahl der Quellen und Redaktion der Webseite: Noemi Deitz
Aufbau digitales Archiv auf dem Portal: Noemi Deitz und Danielle Roster
Interviews und Onlinegang: Anne Schiltz
Das Portal „Mumm Séis“ wurde im Rahmen des von der Stadt Luxemburg geförderten Forschungs- und Vermittlungsprojektes Klangbilder der Stadt Luxemburg entwickelt.
„Ech sinn e groussen Hexemeeschter“, aufgeführt von Paul Sontag und dem Studioorchester Frankfurt, 1955
Paul Sontag: Historesch Opnamen aus de Joren 1945–1966. Centre national de l’audiovisuel, 2003, CD 1, Track 1
„Beschwierongszeen“, aufgeführt von Paul Sontag und dem Studioorchester Frankfurt, 1955
Paul Sontag: Historesch Opnamen aus de Joren 1945–1966. Centre national de l’audiovisuel, 2003, CD 1, Track 2
„Hommage à Dicks“, Potpourri aus Liedern von Dicks arrangiert von Ivan Boumans, aufgeführt von dem Kammerchor und den Pueri Cantores des Conservatoire de la Ville de Luxembourg (Leitung: Pierre Nimax) und des Orchestre Philharmonique de Luxembourg unter Leitung von Pierre Cao, 21. Juni 2019
Bei dem ersten Stück (ab ca. 0:45) handelt es sich um „Et wor emol e Kanonéier“ aus der Mumm Séis

Historikerin Sonja Kmec im Interview: „In welchem Kontext schrieb Dicks D’Mumm Séis?“
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

Literaturwissenschaftlerin Germaine Goetzinger im Interview: „Wie stehen in der Mumm Séis die verschiedenen Generationen einander gegenüber?”
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

Schriftsteller Samuel Hamen im Interview: „Wie sind die Genderrollen in Dicks’ Originaltext ausgearbeitet?“
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

Sänger Marc Dostert im Interview: „Für welche Stimmlagen schrieb Dicks seine Operetten“?
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

SängerInnen Marianne Adalsteinsson-Schilling und Kevin Massinon im Interview: „Wie ist es für Sie, in eine Rolle zu schlüpfen und eine Person zu spielen, mit deren Geschlecht Sie sich vielleicht nicht zu 100 % identifizieren?“
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

Sänger Marc Dostert im Interview: „Was bedeutet falsettieren?“
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

Literaturwissenschaftlerin Germaine Goetzinger im Interview: „Wie unterscheidet sich Dicks’ Mumm Séis von Batty Webers Operette An der Schwemm?“
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

„Ech sinn e groussen Hexemeeschter“
Gesang: Marianne Schilling, Klavier: Claude Kraus.
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

„Du brauchs mer näischt ze schwieren“
Gesang: Marianne Schilling und Kevin Massinon, Klavier: Claude Kraus.
Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

„Et wor emol e Kanonéier“
Gesang: Kevin Massinon, Klavier: Claude Kraus. Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu

„Mimi, Dir kritt mech net drun“
Gesang: Marianne Schilling und Kevin Massinon, Klavier: Claude Kraus. Aufgenommen am 8. Dezember 2023 im Théâtre des Capucins, Luxemburg
Regie und Schnitt: Anne Schiltz; Kamera: Vitalius Kiselius, Philippe Lussagnet; Ton: Philippe Mergen, CNA; Interview: Anne Schiltz
© MuGi.lu














































